Abseits der laufenden Diskussionen zu 9/11 in der Truther-Bewegung und in (halbwegs) unabhängigen Medien dominieren Printmedien wie "Der Spiegel" oder "Die Welt" die aktuelle Berichterstattung mit ganz anderen Stories zum Thema.
Hier werden nicht Bildmanipulationen diskutiert, Verwicklungen der Geheimdienste in die Anschlagsplanung oder die Statik der Gebäude, sondern die Texte nehmen v.a. die Perspektive einzelner Betroffener ein. Das ist eine mögliche journalistische Herangehensweise, sollte aber nicht die einzige sein. Wenn sie die einzige ist, steckt System dahinter.
"Der Spiegel" kümmert sich um eine "Geschichtenerzählerin", die an Ground Zero ihre Sicht als Zeugin der Anschläge Touristen mitteilt. Oder er porträtiert den deutschen Uni-Professor, der Mohammed Atta zu seinem akademischen Abschluss verhalf. Außer der Tatsache, dass auch dies eine etwas 'besondere' Art ist, mit 9/11 verbunden zu sein, tut das recht wenig zur Sache. Dass Atta schon in seiner Diplomarbeit radikale Sinnsprüche verewigte, verwundert jedenfalls nicht. Und weil zu den Ereignissen am 11. September 2001 anscheinend schon alles Wichtige gesagt ist, weist das Hamburger Nachrichtenmagazin dann noch auf ein Foto-Projekt von Christoph Klauke hin, in dem das Ganze nonverbal dokumentiert sein soll - in 28 Porträtfotografien einer jungen Frau. Alle Bilder sind nach den Anschlägen entstanden, spiegeln also keine Entwicklung wieder, sondern halten eine Post-9/11-Stimmung fest - sofern man dies an solchen Momentaufnahmen ersehen kann. Aus Gründen der journalistischen Unabhängigkeit ist die E-Mail-Adresse der Galerie, die die limitierte Auflage der Fotografien verkauft, im Text gleich mitgeliefert.
Eine ganz besondere Preziose hat dann "Die Welt" aufzubieten: Die Hollywood-Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat angeblich eine junge Frau gerettet, indem sie sie am 11. September 2001 beinahe überfuhr, woraufhin ihr Opfer die Bahn zur Arbeit verpasste. Die Abbildung von Paltrow und der Fußgängerin bestärkt den Eindruck eines Zufalls ...
Wissenswertes zu den Terroranschlägen von 9/11 –
aktuelle Informationen und Hinweise auf wichtige Quellen zum Thema
Dienstag, 6. September 2011
"Inside 9/11" - Konferenz in Leipzig
Im Leipziger "Globana Trade Center" findet am 11. September 2011 eine ganztägige Konferenz zur 9/11-Debatte statt. Hier gibt es nähere Infos dazu.
TV-Termine zu 9/11
Die "Süddeutsche Zeitung" listet hier die Fernsehsendungen aus Anlass des 10. Jahrestags der Anschläge auf.
Neue 9/11-Wahrheitsbewegung
Nach dem Start von "911 untersuchen" in der Schweiz gibt es nun auch eine deutsche Version mit eigener Website.
Auf beiden Seiten haben sich schon eine Reihe von Unterstützern zusammengefunden, die für eine neue Herangehensweise an das Thema plädieren.
Auf beiden Seiten haben sich schon eine Reihe von Unterstützern zusammengefunden, die für eine neue Herangehensweise an das Thema plädieren.
"Der Spiegel" jagt den Verschwörungstheoretiker
Man ist beim "Spiegel" ein wenig vorsichtiger geworden im Umgang mit einem wie Andreas von Bülow. Die Rezension zu seinem Buch "Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste" stellte ihn noch als Starrsinnigen dar, der entgegen allen Realitäten an seinen Verschwörungsphantasien festhält. Zum 10. Jahrestag gibt es nun ein Porträt des Herrn, der mit einer Neuauflage des Buches aufwartet.
Da heißt es im "Spiegel" dann über die Hypothesen von Bülows über eine Mitwirkung der CIA an den Terroranschlägen:
Man stelle sich denselben Text, bezogen auf den 9/11-Commission-Report vor:
Lesenswert zu diesem Thema allgemein auch: Die Recherche von Marcus Klöckner zu der medialen Umgangsweise mit den sogenannten 9/11-Verschwörungstheoretikern.
Da heißt es im "Spiegel" dann über die Hypothesen von Bülows über eine Mitwirkung der CIA an den Terroranschlägen:
Sie haben nicht nur - mutmaßlich! - die Terrorflugzeuge mit Hilfe spezieller Technik ferngesteuert, sie haben - vermutlich! - auch noch im Vorfeld Sprengladungen in den Stockwerken der WTC-Türme platziert, um den eigentümlich kontrollierten, senkrechten Zusammensturz der Gebäude zu ermöglichen.
Man stelle sich denselben Text, bezogen auf den 9/11-Commission-Report vor:
So sind nicht nur - mutmaßlich! - die massiven Stahlträger der WTC-Gebäude von Kerosinfeuer so weich geworden, dass sie - vermutlich! - den Einsturz der gesamten Gebäude verursachten. Dies ist dann sogar gleich in kurzer Folge mit drei großen Gebäuden geschehen, und zwar in derselben Art: einem recht geraden Zusammensturz auf der ursprünglichen Grundfläche. Nur exakte Daten über Temperaturen aus den Gebäuden muss man sich natürlich erst zusammenreimen, um diesen "Beweis" anzutreten ...
Lesenswert zu diesem Thema allgemein auch: Die Recherche von Marcus Klöckner zu der medialen Umgangsweise mit den sogenannten 9/11-Verschwörungstheoretikern.
Montag, 5. September 2011
ZDF präsentiert "Nine Eleven" als vollendete Tatsache
Mit der zweiteiligen Doku "Nine Eleven - Der Tag, der die Welt veränderte" von Elmar Theveßen und Souad Mekhennet geht das ZDF in die Berichterstattung zum 10. Jahrestag. Während v.a. im Internet die Debatten über den Tathergang und die Einzelheiten der Vorgeschichte des 11. Septembers 2001 nicht abreißen, scheint im ZDF die Sache schon klar zu sein. Gleich zu Anfang heißt es über US-Präsident George W. Bush am Tag der Anschläge: "Der mächtigste Mann der Welt - ohnmächtig."
Die große Linie des Films schwenkt auf eine Linie ein, die sich mittlerweile in vielen Mainstream-Medien bis hin zu Äußerungen von US-Offiziellen findet: Es ist vieles schiefgelaufen, der folgende Krieg in Afghanistan ist nach wie vor ein gefährliches Abenteuer. Sogar über Pläne der US-Regierung für den Regimewechsel im Irak aus dem Frühjahr 2001 wird berichtet; nur der islamistische Terror soll unerwartet über das Land hereingebrochen sein.
Hier die beiden Folgen der Dokumentation:
Die große Linie des Films schwenkt auf eine Linie ein, die sich mittlerweile in vielen Mainstream-Medien bis hin zu Äußerungen von US-Offiziellen findet: Es ist vieles schiefgelaufen, der folgende Krieg in Afghanistan ist nach wie vor ein gefährliches Abenteuer. Sogar über Pläne der US-Regierung für den Regimewechsel im Irak aus dem Frühjahr 2001 wird berichtet; nur der islamistische Terror soll unerwartet über das Land hereingebrochen sein.
Hier die beiden Folgen der Dokumentation:
Umstritten: "September Clues"
Zu den nach wie vor umstrittenen Quellen der 9/11-Debatte gehört Simon Shacks "September Clues":
Das Video stellt die meisten bekannten Bilder der Anschläge auf das World Trade Center in Frage und behauptet, dass es sich dabei um digitale Fälschungen handeln muss.
Nick Irving geht in einem PDF zum Thema Beispiel für Beispiel durch und stellt Shacks Argumentation in Frage.
Das Video stellt die meisten bekannten Bilder der Anschläge auf das World Trade Center in Frage und behauptet, dass es sich dabei um digitale Fälschungen handeln muss.
Nick Irving geht in einem PDF zum Thema Beispiel für Beispiel durch und stellt Shacks Argumentation in Frage.
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